Weibliche Jugend beendet die Saison mit einem starken Endspurt

Die Mädchen haben diese Saison eine tolle Entwicklung hingelegt. In letzten beiden Spielen dieser Saison konnten sie sich auch endlich mit gewonnenen Spielen belohnen.

Diese Saison gab es seit Jahren endlich wieder eine eigene Liga für die weibliche Jugend. Mit U16/U18 war sie so weit gefasst, dass dort alle Jahrgänge von 2011-2006 mitspielen konnten. Die Saints hatten sich schon in der vergangenen Saison dazu positioniert, die weibliche Jugend wieder aufzubauen. Da zwar im U12 Bereich in jedem Jahrgang einige Mädchen dabei sind, die meisten aber in der U14 oder spätestens U16 nicht mehr mit den Jungs zusammen spielen wollen und wieder aufhören, hatte sich dort über die letzte Jahre eine große Lücke aufgetan. Dies bekam auch die Damenmannschaft zu spüren, die ohne den nachrückenden Nachwuchs zuletzt oft nur gerade so noch in Spielstärke antreten konnten. Die Coaches Cagla und Tamara entschieden sich dafür, zunächst nur mit einer festen Trainingseinheit in der Woche zu starten. Die Jüngeren trainieren daher zusätzlich in der U14, die älteren bei den Damen mit.

Die Hinrunde begann gar nicht so schlecht. Bei den favorisierten Illingerinnen verloren sie nur mit 60:70, in Herrensohr mit 58:66 und beim BBV mit 53:56. Lediglich gegen Dillingen fiel das Ergebnis mit 54:91 deutlicher aus, aber auch hier konnten sie noch ordentlich eigene Körbe erzielen. Der Kader war allerdings sehr dünn, und so konnten die Saints eigentlich nie in Bestbesetzung zusammen antreten.

Nachdem die Rückspiele gegen Illingen und Dillingen deutlich verloren gingen, hatten sich die Mädchen für die letzten beiden Spiele einiges vorgenommen. Bei Herrensohr und BBV waren sie im Hinspiel an der robusten Spielweise gescheitert. Deshalb wurde im Training viel an Kondition und Defense gearbeitet. Und dies zahlte sich aus, denn in den letzten beiden Spielen konnten aus Ballgewinnen im Vorfeld viele Fastbreaks generiert werden. Das schnelle Spiel kam der Mannschaft entgegen, da sie selbst mit nur zwei U18ern und aber vielen U14ern doch einen körperlichen Nachteil hatten.

Für Antonia und Nele war die erste wJu Saison leider auch schon die letzte - sie spielen zukünftig nur noch bei den Damen

Gegen Herrensohr sah es vor Anpfiff nüchtern betrachtet nicht gut aus. Nele fehlte verletzt, Isabell war gesundheitlich angeschlagen und Maria trat ebenfalls verletzt an – von sieben Spielerinnen waren nur 5 normal spielfähig. Gleich in der ersten Minute fingen sich die Saints zwei schnelle Gegenkörbe ein, dann erst kamen sie seeehr langsam ins Spiel. Weil Isabell mit angezogener Handbremse spielte und Toni zunächst gar nichts traf, konnte Sophia an diesem Tag die Lücke im Scoring ausfüllen. Zur Halbzeit hatten die Saints das Spiel wieder ausgeglichen und begannen jetzt allmählich ihre Chance auf den ersten Sieg zu realisieren. Mit immer größerem Selbstbewusstsein nahmen sie den Herrensohrer Spielerinnen zunehmend das Spiel aus der Hand, die fast nur noch über ihre Auswahlspielerin punkten konnten. Aber eine alleine kann das Spiel nicht gewinnen, und bei den Saints steuerten Isabell und Toni jetzt ebenfalls noch Punkte bei. Die letzten beiden Viertel wurden deutlich gewonnen und der erste Sieg mit 58:44 war im Sack.

Im letzten Saisonspiel gegen BBV Saarbrücken waren nicht nur alle Leistungsträgerinnen fit und dabei, sie wurden auch noch durch Neuzugang Lia verstärkt. Trotzdem konnten die Saints aufgrund krankheitsbedingter Absagen nur zu sechst antreten. Aber aufgrund einiger unsportlicher Aktionen in Hinspiel waren an diesem Tag alle hochmotiviert und die Geschichte des Spiels war eigentlich nach dem ersten Viertel auch schon vorbei. Beim Stand von 31:3 war den Saarbrückerinnen schnell klar, dass hier nichts zu holen war. Danach wurde das restliche Spiel etwas lockerer angegangen, diese Tempo hätten die Mädels bei nur einer Auswechselspielerin auch nicht das ganze Spiel lang halten können. Am Ende zeigten Toni und Nele in ihrem letzten Jugendspiel noch einmal eine sehr gute Leistung. Isabell und Lia waren ebenfalls top und dürfen ab nächster Saison dann auch schon die Damen verstärken. Das Endergebnis war 80:30.

Fazit aus der Saison: Die Mädchen haben einen riesigen Entwicklungssprung gemacht in dieser Saison. Das Team harmoniert auf und neben dem Platz und ohne störende Jungs an der Seite können sie einfach ganz anders zusammen spielen und besser werden.

Die Saints Verantwortlichen wollen das zur nächsten Saison ausbauen und planen dafür bereits einen Girls Day und ein Turnier zu veranstalten. (Mehr dazu in Kürze auf unserer Homepage…) Hoffentlich finden dann noch mehr Mädchen den Weg zu uns in die Halle, so dass wir vielleicht auch in der U14 wieder ein Mädchen Team melden können.